Veröffentlichungsdatum: 23/11/2009
Lonja de la Seda or dels Mercaders
Die Seidenbörse von Valencia, die seit dem Jahr 1996 zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt, wurde im 15. Jh., dem valencianischen goldenen Zeitalter errichtet. Das von Pere Compte entworfene Gebäude, das zur Abwicklung von Handelsgeschäften konzipiert wurde, ist ein bedeutendes Beispiel für die gotische Zivilbaukunst und ein idealer Ort für die Organisation erstklassiger Kulturveranstaltungen.
Das gilt auch für das 10. Festival de Música, Història i Art, das am 27. und 28. November stattfindet und vor kurzem in die Réseau Européen de Musique Ancienne (REMA), ein Netzwerk europäischer Festivals für Alte Musik aufgenommen wurde. Dieser Fakt hat zur Konsolidierung des Festivals im in- und ausländischen Musikpanorama an der Seite renommierter europäischer Festivals im Bereich der Alten Musik beigetragen.
Unter den dekorativen Elementen der Seidenbörse sind die wunderschöne Hauptfassade, die auf den historischen Marktplatz zeigt, ihre 28 gotischen Wasserspeier, die Vertragshalle mit den großartigen, spiralförmig gedrehten Säulen und der Garten bzw. Patio de los Naranjos (Orangenbaum-Innenhof) hervorzuheben. Im quadratischen, zweistöckigen Turm waren die Kapelle zu Ehren der Inmaculada Concepción (Mutter Gottes) und das Gefängnis für säumige Händler untergebracht.
Die Lonja beherbergte das Tribunal del Consolat del Mar (Handelsgericht), eine seit dem 13. Jh. bestehende valencianische Institution, die sich mit maritimen und kaufmännischen Angelegenheiten befasste, sowie die Taula de Canvis, die 1407 vom Stadtrat gegründet wurde und aufgrund ihrer Solvenz und dem Umfang ihrer Bankgeschäfte sehr angesehen war.
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Donnerstag, 17/May/2012
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