Die Geschichte des Johannisfestes

Seit alten Zeiten feiern die Völker der Mittelmeerküste die Sommer-Sonnenwende rund ums reinigende Feuer. In Alicante hat das Ritual des Feuers die Jahrhunderte als ein landwirtschaftlicher Brauch überlebt.

Später, im 19. Jahrhundert, erreichte dieser Brauch die Stadt, wie dies erstmals 1822 mit der Erwähnung der Johannisfeuer in einer Bekanntmachung des Bürgermeisters dokumentiert wurde: "...es dürfen in der Johannisnacht und den darauf folgenden keine Feuer in den Straßen entfacht und keine Schüsse oder Raketen abgefeuert werden. Buße: 20 bis 100 Reales."

Nicht veröffentlicht wurde diese Bekanntmachung hingegen im Jahr 1881. Eine damaligen Zeitung berichtete: „...nach Festbeginn wurde die Stadt in der Johannisnacht von der friedlichen Bevölkerung mit Freudenfeuer und Petarden in Beschlag genommen.“ Die Bewohner nutzten das Fehlen des Verbots aus und versammelten sich in den Straßen. Damit etablierten sie das Straßenfest mit Volksspielen, Musik und Vorläufern der heutigen Figuren. Trotz der erneuten Ausgabe des Verbots konnten sich die nachbarschaftlichen Freudenfeuer halten.

Im Jahr 1928 wurde die Vereinigung „Alicante Atracción“ mit dem Ziel der Tourismusförderung gegründet. Ihr wurde hierfür von der Stadtregierung erlaubt, die ersten Johannisfeuer offiziell zu organisieren. In wenigen Jahren wuchs die Zahl der Feuer auf über dreißig an und 1932 wurde die Bellesa del Foc, die Schöne des Feuers, als Festkönigin eingeführt.

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